Cluster-Veröffentlichungen: Policy Papers

Die 'The Politics of Inequality' Policy Papers sollen der Öffentlichkeit praxisorientierte Informationen und politischen Entscheidern Handlungsempfehlungen zu aktuellen Themen der Ungleichheitsforschung liefern.

Ein Policy Paper vertritt relevante, evidenzbasierte Thesen für eine Zielgruppe, die aus politischen Entscheidern, Journalisten, Akteuren aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft sowie der am jeweiligen Thema interessierten Öffentlichkeit bestehen. Wir erstellen und veröffentlichen Policy Papers unter anderem in Zusammenarbeit mit dem überparteilichen Think Tank "Das Progressive Zentrum" (Berlin).


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Alle bisher veröffentlichten Policy Papers finden Sie hier:

Marius R. Busemeyer, Tobias Tober (2021): Sozialtransfers, Weiterbildung, kürzere Arbeitszeiten? Die sozialpolitischen Prioritäten von Arbeitnehmer*innen im Zeitalter der Automatisierung.

Policy Papers 08: Ungleichheit und Arbeit 01. 07. September 2021.

Abstract:
Robotisierung, Automatisierung und Digitalisierung verändern die Arbeitsmärkte weltweit – umso mehr, seit die Pandemie die Abhängigkeit unserer Wirtschaft von bestimmten Berufszweigen aufgezeigt hat. Welche Antworten auf diesen Wandel erwarten die Bürger*innen von ihren Regierungen? Unsere Studie in 24 OECD-Ländern zeigt: Es herrscht große Besorgnis über technologiebedingte Arbeitsplatzrisiken, der technologische Wandel weckt aber auch Hoffnungen. Aus- und Fortbildungsmaßnahmen stoßen auf breite Zustimmung. Diejenigen, deren Arbeitsplatz aber konkret in Gefahr ist, erwarten für die Zeit der Arbeitslosigkeit vor allem kurzfristige, materielle Unterstützung. Die Politik sollte darum eine Balance zwischen notwendigen Investitionen in die digitale Wissensökonomie und sozialen Transferleistungen finden.

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Ariane Bertogg, Marius R. Busemeyer, Claudia Diehl, Nevena Kulić, Susanne Strauß, Thomas Wöhler, Felix Wolter (2021): Vertrauen. Impfzugang. Radikalisierung. Unzufriedenheit. Wo die Coronakrise die Gesellschaft ungleicher macht.

Policy Papers 07: COVID-19 und soziale Ungleichheit – Thesen und Befunde 06. 29. Juli 2021.

Abstract:
Vertraut die Gesellschaft ihrem Staat noch? Im zweiten Coronajahr gehen wir dieser Frage in vier Aspekten nach. Dafür untersuchen wir Wahrnehmungen und Einstellungen zu strukturellen Ungleichheiten in der Coronakrise auf der Basis repräsentativer Befragungen mit mehreren tausend Teilnehmenden. Das Ergebnis sind vier Kurzstudien: Wir betrachten das öffentliche Vertrauen in die Krisenresilienz des Gesundheitssystems. Wir untersuchen, ob sich am Zugang zu Impfungen Fairnessdebatten entzünden. Wir analysieren, inwiefern die Corona-Eindämmungsmaßnahmen in der Bevölkerung negative Reaktionen bis hin zur Radikalisierung hervorbringen. Schließlich richten wir den Blick auf Mehrbelastungen durch Kinderbetreu ung im Lockdown.

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Luna Bellani, Nona Bledow, Marius R. Busemeyer, Guido Schwerdt (2021): Wenn alle Teil der Mittelschicht sein
wollen: (Fehl-)Wahrnehmungen von Ungleichheit und warum sie für Sozialpolitik wichtig sind.

Policy Paper 06: Ungleichheitsbarometer – Ungleichheit und soziale Mobilität. 26. Mai 2021.

Abstract:
Für eine Politik, die auf Wohlstand und soziale Mobilität abzielt, stellt die bestehende soziale und wirtschaftliche Ungleichheit eine anhaltende Herausforderung dar. Dabei wird Ungleichheit in der deutschen Bevölkerung vielfach falsch wahrgenommen: Sie wird zwar durchaus als Problem betrachtet; ihr Ausmaß wird aber in wichtigen Aspekten unterschätzt, wie dieses Papier anhand von Befragungsdaten zeigt. Dabei unterstützen große Teile der Bevölkerung eine egalitärere Gesellschaft.

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David Dohmen, Katrin Schmelz (2021): Datenschutz in der (Corona-)Krise: Selbstbestimmung und Vertrauen im Fokus.

Policy Paper 05: COVID-19 und soziale Ungleichheit – Thesen und Befunde. 11. Mai 2021.

Abstract:
Die Nutzung von persönlichen Daten der Bürger*innen bietet enormes Potential für die Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen. Doch das Thema wird kontrovers diskutiert – von Corona-Apps und Bewegungsdaten bis hin zur Vorratsdatenspeicherung. Datenschutz hat in Deutschland einen sehr hohen Stellenwert, doch unsere repräsentative Befragung zeigt: Wenn auf Freiwilligkeit statt auf Zwang gesetzt wird, ist die Bevölkerung eher bereit, Daten zur Verfügung zu stellen. Die Datennutzung sollte daher die informationelle Selbstbestimmtheit der Bürger:innen achten und für sie oder andere einen konkreten Nutzen erkennen lassen. Neben diesen Faktoren ist das Vertrauen in öffentliche Institutionen zentral, um breite Zustimmung zur Nutzung persönlicher Daten zu gewährleisten – in Krisenzeiten und darüber hinaus.

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Marius R. Busemeyer (2020): Heilmittel oder Zankapfel? Vertrauen in das Gesundheitssystem während der Corona-Krise.

Policy Paper 04: COVID-19 und soziale Ungleichheit – Thesen und Befunde. 15. September 2020.

Abstract:
Die andauernde Belastungsprobe durch die Corona-Krise wirft die Frage auf, wie effizient und gerecht das deutsche Gesundheitssystem ist. Die Einschätzung der Bevölkerung zu seiner allgemeinen Leistungsfähigkeit und Fairness wird hier anhand neuer repräsentativer Umfragedaten diskutiert. Der Fähigkeit des Systems, Ungleichbehandlungen verschiedener Bevölkerungsgruppen zu vermeiden, wird großes Vertrauen entgegengebracht. Effizienz und Leistungsfähigkeit in der Krise werden kritischer gesehen, wobei die politische Orientierung eine Rolle spielt: AnhängerInnen der AfD zeigen sich wesentlich skeptischer als diejenigen von CDU/CSU und Bündnis 90/Die Grünen. Vertrauen in das Gesundheitssystem und politisches Vertrauen, insbesondere in die Wahrheitstreue der Informationspolitik der Bundesregierung, hängen eng zusammen. Gerade der Informationspolitik kommt daher eine besondere Rolle zu, das Vertrauen in das Gesundheitssystem zu erhalten.

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Claudia Diehl, Felix Wolter (2020): Raus aus dem Lockdown? Warum es manchen zu schnell und anderen nicht schnell genug geht.

Policy Paper 03: COVID-19 und soziale Ungleichheit – Thesen und Befunde. 23. Juli 2020.

Abstract:
Vertrauen ist wichtiger als Eigeninteresse: Das zeigt eine OnlineBefragung, die wir von April bis Mai 2020 unter knapp 4800 Teilnehmenden durchgeführt haben. Die Haltung zur Lockerung pandemiebedingter Beschränkungen wird weniger dadurch bestimmt, ob jemand daraus wirtschaftliche oder familiäre Folgen für sich selbst oder die Gesellschaft befürchtet. Vielmehr bringen wahrgenommene Grundrechtseinschränkungen die Befragten dazu, Lockerungen zu fordern. Befragte aus dem Osten Deutschlands und solche, die ohnehin ein geringes Vertrauen in staatliche Institutionen haben, sehen die Eindämmungsmaßnahmen besonders kritisch. Bei der Lockerungsdiskussion geht es also weniger um unterschiedlich starke individuelle Betroffenheit als um das Vertrauen in staatliche Institutionen.

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Florian Kunze, Kilian Hampel, Sophia Zimmermann (2020): Homeoffice in der Corona-Krise – eine nachhaltige Transformation der Arbeitswelt?

Policy Paper 02: COVID19 und soziale Ungleichheit – Thesen und Befunde. 16. Juli 2020.

Abstract:
Die Corona-Krise hat für viele Beschäftigte zu einer schnellen und tiefgreifenden Veränderung ihres Arbeitsalltags geführt. Zur Einhaltung sozialer Distanzierung haben private und öffentliche Organisationen ihre Belegschaft ganz oder teilweise ins Homeoffice geschickt. Die vorliegende Studie vermisst diese neue Arbeitswelt auf einer einzigartigen Datengrundlage: Einer Umfrage unter rund 700 Beschäftigten im Homeoffice über neun Erhebungszeitpunkte hinweg. Die Ergebnisse zeigen, dass die empfundene Produktivität und das Engagement der Beschäftigten durch die Arbeit im Homeoffice gefördert werden und sich eine große Mehrheit wünscht, zumindest teilweise weiterhin mobil zu arbeiten. Jedoch wird auch eine Tendenz zu Mehrarbeit und damit einhergehender Erschöpfung deutlich. Das erhöht den Handlungsdruck für die Politik und die Vertretungen von Betrieben und Beschäftigten. Die Studie schließt mit Empfehlungen, wie die Rahmenbedingungen für das Arbeiten im Homeoffice verbessert werden können.

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Sebastian Koos, Dirk Leuffen (2020): Betten oder Bonds? Konditionale Solidarität in der Corona-Krise.

Policy Paper 01: COVID-19 und soziale Ungleichheit – Thesen und Befunde. 01. Juli 2020.

Abstract:
Die Corona-Krise verschärft die Ungleichheit in der Europäischen Union (EU). Sie regt eine Debatte um die Zukunft Europas in einer zentralen Frage kritisch an: Inwiefern bedarf das Integrationsprojekt einer verstärkten innereuropäischen Solidarität? Wieviel und welche Art von Hilfe sind die EuropäerInnen bereit, wechselseitig zu leisten? Die hier vorgestellten Ergebnisse einer Umfrage unter der deutschen Wohnbevölkerung zeichnen ein gemischtes Bild: Während die Bereitschaft zu medizinischer Solidarität hoch ist, zeigt sich nur eine begrenzte Bereitschaft zur Unterstützung fi nanzieller Umverteilungsmaßnahmen. Dementsprechend gilt es, die Solidaritätspotentiale für ein geeintes, zukunftsfähiges Europa mit begrenzter Ungleichheit durch ideational leadership zu mobilisieren – insbesondere mit Blick auf die deutsche EU-Ratspräsidentschaft, die am 1. Juli 2020 beginnt.

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