Photo by Félix Prado on Unsplash
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Chancengleichheit

Mit seiner thematischen Ausrichtung auf die Erforschung von Ungleichheit ist es für unseren Cluster ein besonderes Anliegen, in seinen eigenen Strukturen und seinem Handeln Chancengleichheit zu gewährleisten.

Ansprechpartnerin

Unsere Gleichstellungsbeauftragte beantwortet gern Ihre Fragen:

Sandra Weimer
Tel.: +49 7531  88-5301 bzw. -5761
Raum E 616 bzw. Y 211


Ausgewogenheit der Geschlechterverteilung

Es ist unser Ziel, auf allen Ebenen der akademischen Karriereleiter, von Doktorand*innen bis zu PIs, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den Geschlechtern zu befördern. Auch in der Besetzung unserer Kommissionen und Entscheidungsgremien streben wir nach dieser Ausgewogenheit. Damit wir diese Ziele erreichen, beinhalten unsere Auswahlprozesse Elemente der Förderung von Chancengleichheit, darunter die aktive Suche nach weiblichen Kandidatinnen und die Überwachung weiblicher Repräsentation in Kommissionen und in Bewerber*innenfeldern. Zusätzlich berücksichtigen wir Elternzeiten und die individuelle Situation von Bewerber*innen bei der Bewertung ihrer wissenschaftlichen Leistungen. Darüberhinaus werden wir einen Prozess aufsetzen, nach dem das Geschlechterverhältnis auf allen Karrierestufen beobachtet und die Befunde dem Vorstand in einem Jahresbericht vorgelegt werden.

Organisationskultur

Unser Cluster engagiert sich für eine Familien-, Geschlechter und Diversity-bewusste Organisationskultur. Wir setzen uns für ein Arbeitsumfeld und eine Atmosphäre ein, die weibliche Studierende und Nachwuchswissenschaftlerinnen ermutigt, eine wissenschaftliche Karriere anzustreben. Um allen gleiche Chancen zu geben und familienfreundliche Bedingungen zu schaffen, sind Projektstrukturen und Anstellungsverhältnisse verlässlich und nachhaltig. Institutionelle Prozesse wie Einstellungen und Mittelzuweisung müssen transparent und der Karriere- und persönlichen Situation angemessen gestaltet werden, damit sie flexibel genug sind, individuellen Bedürfnissen gerecht zu werden. Kommissions- und Gremienmitglieder durchlaufen Weiterbildungen zur Handhabung geschlechtsbedingter Vorurteile und zur Schärfung der Aufmerksamkeit, was LGBTQ-bezogene Probleme angeht.

Unterstützung für Familien

Für Forschende mit familiären Verpflichtungen bieten wir maßgeschneiderte Unterstützung an, um eine wissenschaftliche Karriere zu ermöglichen und Arbeits- und Familienleben vereinbar zu machen. Beispielsweise halten wir Plätze im Kinderhaus auf dem Universitätscampus vor, wo Clustermitglieder zur Not auch Betreuungsmöglichkeiten weit außerhalb der Kernzeiten erhalten. Um Elternmobilität zu unterstützen, stellen wir zusätzliche Reisemittel zur Verfügung, um Mehrkosten durch mitreisende Kinder und Betreuungspersonal aufzufangen. Flexible Arbeitszeitgestaltung und familienfreundlich angesetzte zentrale Clustertermine sollen weiter dazu beitragen, dass die Arbeit sich mit dem Familienleben verträgt.

Karriereförderung für Frauen

Um eine wissenschaftliche Karriere besonders für Frauen attraktiver zu machen, wird unser Cluster besondere Strukturen und Maßnahmen einführen und stetig weiterentwickeln. Beispielsweise werden unsere weiblichen Clustermitglieder an regelmäßigen Round Tables für weibliche Forschende teilnehmen, und sie können sich für verschiedene Mentorenprogramme bewerben, die darauf ausgerichtet sind, sie in ihrer Karriereentwicklung zu fördern. Darüberhinaus bieten wir Überbrückungsgelder für die Zeit zwischen der Fertigstellung der Doktorarbeit oder eines Forschungsprojekts und dem Beginn der nächsten Forschungstätigkeit an.

Genderforschung

Jenseits institutioneller Förderung von Diversity und Chancengleichheit engagiert sich unser Cluster dadurch, dass wir unser Wissen über die politische Dimension von Ungleichheit aufgrund von Geschlecht, sozialem Hintergrund, Sprache und Ethnie vermehren wollen. Dazu finden sich in unserer Publikationsliste bereits hochinteressante Studien. Clusterprojekte analysieren beispielsweise die öffentliche Wahrnehmung von geschlechtsbezogenen Ungleichheiten im Bildungssystem und auf dem Arbeitsmarkt, oder wie geschlechtsbezogenen Ungleichheiten in verschiedenen Ländern eine linguistische Rahmung (framing) erfahren. Genderforschung ist außerdem Teil des Lehrplans in unserem Doktorand*innenprogramm: Die Studierenden untersuchen analytisch und empirisch ethnische und geschlechtsbezogene Ungleichheiten in der Bildung, auf dem Arbeitsmarkt und bei politischen Mitwirkungsrechten.

Chancengleichheit für verfolgte Akademiker*innen

Wir reagieren auf das Problem, dass Forschende in ärmeren oder konfliktbeladeneren Ländern ungleiche akademische Möglichkeiten haben. In vielen Ländern ist das Prinzip der Wissenschaftsfreiheit in Gefahr. Um hier tätig zu werden, bieten wir Forschenden, deren persönliche Sicherheit aus politischen oder anderen Gründen "at risk" ist, underen deren Forschungspläne zur Forschungsagenda des Clusters passen, einjährige Fellowships an. Ausschreibungen für andere Fellowships und Professuren sind explizit auch an diese Gruppe von Akademiker*innen gerichtet.