Leben im Ausnahmezustand - Aktivitäten und Nachrichten

Policy Paper: Vertrauen. Impfzugang. Radikalisierung. Unzufriedenheit. Wo die Coronakrise die Gesellschaft ungleicher macht.

Vertraut die Gesellschaft ihrem Staat noch? Im zweiten Coronajahr gehen wir dieser Frage in vier Aspekten nach. Dafür untersuchen wir Wahrnehmungen und Einstellungen zu strukturellen Ungleich-heiten in der Coronakrise auf der Basis repräsentativer Befragungen mit mehreren tausend Teilnehmenden.

Das Policy Paper finden sie hier.

Interview: Bewältigung der Corona-Pandemie - Freiwillige Maßnahmen werden meist besser akzeptiert.

Ein neue Studie des Exzellenzclusters "The Politics of Inequality" zeigt: Die Menschen in Deutschland sind tendenziell eher einverstanden mit Corona-Maßnahmen, die auf Freiwilligkeit beruhen. Die Daten sprächen auch dafür, dass das Anti-Corona-Vorgehen in Deutschland als sinnvoll angesehen werde, sagte Studienautorin Katrin Schmelz im Dlf. Katrin Schmelz im Gespräch mit Michael Böddeker. 

Finden Sie das Interview hier.

Policy Paper: Datenschutz in der (Corona-)Krise: Selbstbestimmung und Vertrauen im Fokus.

Eine neue Studie der Universität Konstanz in Kooperation mit dem Progressiven Zentrum zeigt am Beispiel der Corona-Warn-App, wie die Politik das Vertrauen in die öffentliche Nutzung von Daten erhöhen kann. Freiwilligkeit, Erkennbarkeit des Nutzens und das allgemeine Vertrauen in öffentliche Institutionen sind die entscheidenden Faktoren für die Wirksamkeit und Akzeptanz von Datennutzung im öffentlichen Interesse.

Das Policy Paper finden sie hier.

Akademische Publikation: Die Durchsetzung von verpflichtenden COVID-19 Beschränkungen könnte einen negativen Effekt auf die freiwillige Einhaltung der Beschränkungen haben

Wie verändert die Durchsetzung verpflichtender COVID-19 Beschränkungen die allgemeine Akzeptanz der Beschränkungen? Die Ergebnisse der hier durchgeführten Umfrage deuten darauf hin, dass die Bevölkerung freiwillige Beschränkungen besser bewertet als verpflichtende Beschränkungen. Diese Ergebnisse könnten von besonderer Relevanz für die Ausarbeitung von neuen COVID-19 Regelungen sein.

Das (englischsprachige) Paper finden Sie hier.

Akademische Publikation: Der genderabhängige Effekt der COVID-19 Krise auf unbezahlte Tätigkeiten am Beispiel Deutschland und Italien

Die Autoren untersuchen, ob Veränderungen im genderbasierten Anteil der Beitragsleistung zum häuslichen Einkommen mit Veränderung im Bereich der unbezahlten Tätigkeiten korrelieren. Die Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass sowohl im Bereich des häuslichen Einkommens als auch im Bereich der unbezahlten Tätigkeiten Frauen stärker und negativer betroffen sind als Männer.  

Hier finden Sie das (englischsprachige) Paper.

Akademische Publikation: Können wir die Adhärenz in nicht-pharmazeutischen Intervention direkt messen?

Mit Hilfe von “List Experiments” messen Stefan Munzert und Peter Selb die Adhärenz zu nicht-pharmazeutischen Interventionen. Deren Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass „List Experiments“ keine überlegene Alternative zu einfacheren Messmethoden darstellten.

Zum (englischsprachigen) Paper klicken Sie hier.  

Policy Paper: Heilmittel oder Zankapfel? Vertrauen in das Gesundheitssystem während der Corona-Krise

Die andauernde Belastungsprobe durch die Corona-Krise wirft die Frage auf, wie effizient und gerecht das deutsche Gesundheitssystem ist. Anhand neuer repräsentativer Umfragedaten lässt sich nun zeigen, dass der Fähigkeit des Systems, Ungleichbehandlungen zu vermeiden, großes Vertrauen entgegengebracht wird. Kritischer wird die Leistungsfähigkeit bewertet, wobei die politische Orientierung beeinflusst wie skeptisch Umfrageteilnehmer*Innen waren. Gerade der Informationspolitik kommt daher eine besondere Rolle zu, das Vertrauen in das Gesundheitssystem zu erhalten.

Das Policy Paper finden Sie hier.

Policy Paper: Raus aus dem Lockdown? Warum es manchen zu schnell und anderen nicht schnell genug geht

Vertrauen ist wichtiger als Eigeninteresse: Die Ergebnisse einer Online-Befragung mit knapp 4800 Teilnehmer*Innen deuten darauf hin, dass weniger die individuelle Betroffenheits als vielmehr das Vertrauen in die staatlichen Institutionen die Befürwortung und Ablehnung der pandemiebedingten Einschränkungen beeinflussen.

Das Policy Paper und darin enthaltene Handlungsempfehlungen finden Sie hier.

Policy Paper: Homeoffice in der Corona-Krise – eine nachhaltige Transformation der Arbeitswelt?

Eine Umfrage unter rund 700 Beschäftigen im Homeoffice zeigt, dass die empfundene Produktivität und das Engagement der Beschäftigten durch die Arbeit im Homeoffice gefördert werden und sich eine große Mehrheit wünscht, zumindest teilweise weiterhin mobil zu arbeiten. Im Gegenzug zeichnet sich im Rahmen des Homeoffice eine Tendenz zur Mehrarbeit und einer damit einhergehenden Erschöpfung ab. Die hier aufgeführten Ergebnisse verdeutlichen die Notwendigkeit, bessere Rahmenbedingungen für das Homeoffice zu schaffen.

Das Policy Paper finden Sie hier.

Policy Paper: Betten oder Bonds? Konditionale Solidarität in der Corona-Krise

Wieviel und welche Art von Hilfe sind EuropäerInnen im Rahmen der Corona-Krise bereit, wechselseitig zu leisten? Die hier vorgestellten Ergebnisse einer Umfrage unter der deutschen Wohnbevölkerung zeichnen ein gemischtes Bild: Während die Bereitschaft zu medizinischer Solidarität hoch ist, zeigt sich nur eine begrenzte Bereitschaft zur Unterstützung finanzieller Umverteilungsmaßnahmen. Es gilt daher, mehr Solidaritätspotential durch Ideational Leadership in Europa zu mobilisieren.

Das Policy Paper finden Sie hier.

Ungleichheit und das Coronavirus

Bild von cheng feng von Unsplash

Macht uns die Corona-Pandemie nicht alle gleich? Wie wird die Gesellschaft nach der Krise dastehen? Was kann der Sozialstaat tun, und wird das Vertrauen der Bevölkerung bestehen bleiben? Der Sprecher des Clusters Prof. Dr. Marius R. Busemeyer antwortet im Wort- und Video-Interview.

Ein weiteres Interview führte regioTV, der Beitrag ist hier zu sehen.


Wo bleibt die Bildungsgerechtigkeit?

Wir riskieren Rückschritte bei der Bildungs- und Geschlechtergerechtigkeit, sagt Axinja Hachfeld. Im Interview mit campus.kn übt sie Kritik an der aktuellen Entscheidung der Bundesregierung zur Wiedereröffnung der Schulen und bemängelt dabei nicht nur die fehlende Planungssicherheit für die Bildungseinrichtungen, sondern auch fehlende politische Weitsicht in Bezug auf die gesellschaftlichen Konsequenzen.

Das vollständige Interview lesen Sie hier (mit ausgewählten Fragen im Videointerview).

Familienleben während der Schulschließung 

Mit Beginn der Ferien ist die Zeit, in denen der Unterricht zu Hause stattfand, zunächst zu Ende. Doch wie haben die Eltern und Kinder diese Zeit erlebt und wie haben sie das Lernen gestaltet? Das wollte die Arbeitsgruppe Erziehungswissenschaft an der Universität Konstanz unter der Leitung von Axinja Hachfeld wissen und befragte rund 1.500 Familien aus ganz Deutschland. Erste Ergebnisse zeigen: Die meisten der befragten Familien kamen mit der ungewohnten Situation gut zurecht. Diese Ergebnisse sind allerdings vor dem Hintergrund der Sozialstruktur der teilnehmenden Eltern zu interpretieren.

Die vollständige Nachricht findet sich hier.

Was das Arbeiten im Home Office mit uns macht

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Durch die fortschreitende Corona-Epidemie hat sich auch die Erwerbssituation in Deutschland für viele Beschäftigte schlagartig geändert. Von jetzt auf gleich arbeiten Millionen Erwerbstätige plötzlich von zuhause aus, „Homeoffice“ lautet das Schlagwort der Stunde. Wie wirkt sich diese für die Betroffenen teils ungewohnte Arbeitssituation auf die Arbeitsleistung und die psychische Verfassung aus? Was können Führungskräfte und Arbeitgeber tun, um eine produktive und gesunde Arbeitsatmosphäre im Homeoffice zu fördern?

Zu diesen Fragen haben die Konstanzer Organisationsforscher Florian Kunze und Sophia Zimmermann eine empirische Längsschnittstudie gestartet und die ersten Ergebnisse in einem Fact Sheet gebündelt. Den Ergebnisbericht und das Fact Sheet finden Sie hier.


Desinformation, Fehlinformation und Verschwörungstheorien im Umgang mit COVID-19

Experteninterview in Wort und Video: Welche Rolle spielen Des- und Fehlinformation im Umgang mit dem Virus? Wie gefährlich sind sie, und wie verbreiten sie sich über die sozialen Medien? Was kann die Wissenschaft, was kann der Gesetzgeber unternehmen, um „Fake News“ in Zeiten von COVID-19 entgegenzutreten?

Andreas Jungherr, Spezialist für die Auswirkungen des Internets und der digitalen Medien auf die politische Kommunikation, geht diesen Fragen im Interview nach. Das vollständige Experteninterview können Sie im Online-Magazin der Universität Konstanz campus.kn lesen und die wichtigsten Aspekte auch als Video anschauen.

Das Coronavirus und die EU

Welche Rolle hat die Europäische Union bislang in der Corona-Krise gespielt? Welche Rolle kann sie spielen? Und wie wirkt sich die Ausbreitung des Coronavirus auf die innereuropäischen Beziehungen der EU aus? Diese und begleitende Fragen zu den Auswirkungen der Corona-Krise in der EU bespricht Dirk Leuffen, Experte für Europapolitik, im Interview mit campus.kn, dem Online-Magazin der Universität Konstanz.

Die Lage in Konstanz: Bürgerbefragung zur Corona-Situation

Wie haben sich die Einschränkungen der Corona-Verordnungen auf die Stadt Konstanz selbst und ihre Bevölkerung ausgewirkt? Eine Sondererhebung der Konstanzer Bürgerbefragung unter Federführung von Thomas Hinz gibt Antworten auf diese Frage. Die Ergebnisse der repräsentativen Studie finden sich hier zusammengefasst.